Anna Maria S.'s Roman "Glutikon – Der Geruch von Gülle und Schuld" ist eine meisterhaft inszenierte, bitterböse Dorf-Noir-Komödie über die Abgründe der ländlichen Schweiz der 1970er-Jahre.
Im Zentrum steht der brutale Sechsfachmord auf dem Zemp-Hof, dessen Aufklärung durch das kollektive Schweigen der Dorfgemeinschaft und den Ordnungswahn des Wachtmeisters Häfliger behindert wird.
Der Roman lebt vom Kontrast zwischen der städtischen Logik der Ermittler und der altertümlichen Moral des Dorfes, das die Unordnung des Blutes um jeden Preis vertuschen will.
Zusammenfassend: Eine fesselnde und atmosphärisch dichte Gesellschaftsstudie, die zeigt, dass Gerechtigkeit in Glutikon nicht aus Gesetzen, sondern aus Schweigepflicht besteht. Absolut lesenswert.
https://www.epubli.com/autoren/anna-maria-s-63104
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Seraina Fischer
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Anna Maria S.'s "Glutikon" ist ein atmosphärisch dichter Kriminalroman, der tief in die ländliche Schweiz der 1970er-Jahre eintaucht.
Die Geschichte beginnt mit dem rätselhaften Verschwinden des Zugezogenen Bärlocher und eskaliert, als ein Sechsfachmord den Zemp-Hof heimsucht. Im Zentrum steht Kommissar Stadelmanns Kampf gegen die kollektive Schweigsamkeit Glutikons , einem Dorf, das bereit ist, Lügen zu füttern, um seine eigene moralische Ordnung zu schützen.
Der Roman zeichnet ein fesselndes Bild des Konflikts zwischen städtischem Recht und dörflicher Selbstjustiz. Die Aufklärung entlarvt eine über Jahrzehnte vertuschte Familiengeschichte und führt zur Erkenntnis, dass die Wahrheit oft nur in der Erde begraben wird.
Ein Meisterwerk der Dorf-Noir, das den Geruch von Gülle und Schuld als Synonym für eine Gemeinschaft nutzt, deren Schweigen lauter ist als jeder Schrei. Ein Muss.
Joseph Zemp
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